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Zum Ende der Seite springen Nadelbäume in Schreebergärten
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Dropskumulus
Keimling


Dabei seit: 05.12.2003
Beiträge: 1
Herkunft: Köthen

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Hallo Gartenfreunde !
Ich habe da ein Problem, welches mich zwar nicht persönlich betrifft, aber mich in meinem Inneren doch sehr bewegt.
Es geht um Nadelbäume in Gartenanlagen; laut Bundesgartengesetz, ist es nicht erlaubt, das Nadelbäume über eine bestimmte Größe hinaus wachsen dürfen. Wenn doch, dann müssen diese gefällt werden. Nun war es ja zu Zeiten der DDR so, das auch dort schon vieles verboten war, aber solange es allen (fast allen) gefallen hat und es schön aussah, hat niemand etwas gesagt. Nun ist jemand auf die Idee gekommen, dass man ja bei dem Tatbestand "hoher Nadelbäume" im Schrebergarten, eine Erhöhung der Pacht möglich währe. Die Vorstände der Gartenanlagen versuchen nun, teils mit brachialer Gewalt dies zu umgehen und weisen an, dass all diese Bäume Zufällen sind.
Meines Erachtens, geht es hier nur ums Geld und nicht um das Durchsetzen von Gesetzen und was das Schlimmste ist, der überall hoch bewerte Naturschutz (der zu jedem Anlass stark hervorgehoben wird), bleibt föllich auf der Strecke. (Verstecke der Vögel im Winter)
Meine Frage an Euch alle ist nun, was kann man dagegen machen, mit wemm, kann man sprechen, wer könnte mir und vielen anderen dabei helfen, das diese Bäume (jeder Fall, sollte natürlich geprüft werden, ob zum Beispiel der Baum krank ist oder ob man von vielleicht 5 Bäumen, 3 fällen sollte) stehen bleiben können.

Udo Hoffmann
05.12.2003 16:29 Dropskumulus ist offline E-Mail an Dropskumulus senden Beiträge von Dropskumulus suchen Nehmen Sie Dropskumulus in Ihre Freundesliste auf
R.Frankenstein
unregistriert
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Hallo Udo,

leider gibt es für Dein Problem keine direkte Lösung, da in der VKSK - Zeit diese Bäume laut Gartenordnung schon verboten waren.Desweiterhin warzu dieser Zeit der Bodeneigentümer das " Volk " und nicht wie es jetzt ist private Verpächter. und die waren froh wenn Sie Land an den VKSK abgeben konnte, denn so enstanden keine Kosten und es wurde aber durch unser Kleingärtner fruchtbar gemacht und so enstand wiedermal ein Erholungsgebiet.
Doch dies ist jetzt anderst . Die privaten Verpächter möchten Geld verdienen mit ihren Land und zählen uns alle Fehler auf um uns unsere Gemeinützigkeit ab erkennen zu können um dann die Pächt zuerhöhen nach belieben, das kann bis zu 2,50 € pro m² gehen. Und zu diesen Fehler zählt auch die Waldbäume,da sie nicht zur kleingärtnerischen Nutzung dienen. ( Siehe BKleingG. §1 Kommentar Punkt 2.1 Rd-Nr. 7; 8.Auflage 2002 von Mainczyk )
Desweitern ist die Baumschutzordnung der jeweilige Stadt oder Gemeinde ausschlag gebend.Da kann festgelegt sein, das erst die Stadt oder die Gemeinde die Fällung dieser Bäume zustimmen muß.Es ist nicht überall notwendig.Hierbei wird der Naurschutz nicht außer betracht gelassen, denn soviel Waldbäume stehen nicht in unseren Kleingärten,daß die
Vogelwelt davon bedroht ist , wenn diese gefällt werden. Ralph
05.12.2003 17:39
Gast
unregistriert
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Das Problem Waldbäume in Kleingärten begegnet einem auf Schritt und Tritt. Die Realität sieht so aus, daß der Baum gefällt, bzw. auf 2 m gestutzt werden muß, wenn sich ein "Kläger" findet. Natürlich finden sich solche Bäume hier und dort immer noch. Diese Kleingärtner haben einfach Glück, daß niemand diesbezüglich Streß macht.
Hans-Jürgen
08.12.2003 10:36
Irina Baumann Irina Baumann ist weiblich
Meistergärtner


Dabei seit: 24.04.2002
Beiträge: 125
Herkunft: Bobeck

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So viel ich weiß, stehen Koniferen, auch Nadelbäume , nicht unter den Baumschutz. Dem Vogelschutz dient man mehr, wenn "wilde" Flächen erhalten bleiben; dichtes Gestrüpp mit Beeren, wie Schlehe.Darin finden Vögel auch Schutz im Winter. Auch ungemähte Wiesen mit Gräsern, die noch Samenstände enthalten, sind Winterfuttern für Vögel. Koniferen sind zwar dienlich zum brühten, aber ernähren kann sich kaum ein Vogel davon.
26.12.2003 21:27 Irina Baumann ist offline E-Mail an Irina Baumann senden Beiträge von Irina Baumann suchen Nehmen Sie Irina Baumann in Ihre Freundesliste auf
gartenwichtel
Gartenzwerg


Dabei seit: 22.01.2003
Beiträge: 27
Herkunft: ostthüringen

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dass ist von ort zu ort ganz verschieden,jede gemeinde hat eine baumsatzung.in unserer sind die nadelbäume enthalten,nur obstgehölze ausgenommen.desshalb habe ich in diesem jahr den weihnachtsbaum im eigenen garten "geerntet",ganz schnell,bevor er die nötige schutzgrenze erreicht und nicht mehr gefällt werden darf,( in unseren hausgärten sind auch grosse bäume erlaubt),die dann allerdings zum proplem werden können.bevor ein "windschiefer baum" gefällt werden darf,müssen genehmigungen eingehohlt werden,die nicht immer leicht zu bekommen sind.desshalb musste meine schöne fichte heuer dran glauben,hätte sie gerne noch ein paar jahre gehabt.dass ist die kehrseite der medallie! viele grüsse vom wichtel!
12.01.2004 15:14 gartenwichtel ist offline E-Mail an gartenwichtel senden Beiträge von gartenwichtel suchen Nehmen Sie gartenwichtel in Ihre Freundesliste auf
Gast
unregistriert
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Mich betrifft dieses Problem direkt.

Ich müsste 6 Bäume fällen und 3 Koniferen auf ein Drittel kürzen!

So wie es aussieht habe ich keine Wahl, evtl. gehe ich nochmal zum Anwalt...

Jedoch braucht es keinen "Kläger" der die Pacht erhöhehn will. Beim uns reicht da der Verband aus der das durchsetzen will. Wenn nur ein Baum bleibt wird die Pacht erhöht - dann kündigen viele und wenn zu viel leer steht wird die Anlage aufgelöst...so siehts aus, leider.

Bei uns gibt es keinen Bestandschutz (Sachsen) für Bäume die zu der Zeit gepflanzt wurden als es noch nicht verboten war (vor 1984) und auch keine Baumschutzverordnung der Stadt, es bleibt also wohl kein Gesetz um das Fällen zu verhindern...

Wenn noch jemadn einen Tip haben sollte...

Andreas
02.12.2004 21:41
Gast
unregistriert
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das Problem Waldbäume in Kleingartenanlagen betrifft sicher irgendwann einmal jeden Gartenverein. Bei allen Für und Wider in Bezug auf Waldbäme und Koniferen im Kleingarten sollte jeder den Bestandsschutz der Kleingartenanlage im Hinterkopf haben. Da der Gesetzgeber den besonderen Schutz und die kostengünstige Nutzung der Kleingärten von der Einhaltung des Bundeskleingartengesetzes abhängig macht, sollte jeder Kleingärtner von sich aus alles tun, das die kleingärtnerische Nutzung überwiegt. Wie in in anderen Beiträgen schon angesprochen, hat die Erhöhung der Pacht oder gar die Umwandlung von Kleingartenanlagen in Erholungsland weitaus gravierendere Folgen für die gesamte Kleingartenanlage, als das entfernen einiger Waldbäume. Sicher wurde auch erst einige Zeit mit den betreffenden gesprochen, bevor diese drastischen Schritte angedroht wurden. So hätte man nach und nach das Reisig zu Weihnachten und als Abdeckung für empfindliche Pflanzen nutzen können.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass dieses Problem so nur in Zusammenhang mit Kleingartenanlagen laut Bundeskleingarten- gesetz steht.
In der Hoffnung, auch einmal eine andere Sicht auf die Dinge vermittelt zu haben

Thomas


23.12.2004 17:30
anja17
Keimling


Dabei seit: 03.02.2005
Beiträge: 6
Herkunft: köthen

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mein Beitrag, war dieser mit den Fällen von Tannen im Kleingartenverein. ich muss nochmal dazu sagen, daß lt .Überleitungsgesetz §2o nach dem Bundenkleingartengesetzes, vor die Wende die zu gross gebauten Lauben , und die Kleintierhaltung unter Bestandsschutz stehen, warum hat man denn die Tannen vergessen? Demnach kann man eine Kleingartensparte jetzt nicht mehr zur Naherholungs erklären, denke ich, denn dann müssten die nicht genehmigten Lauben (Übergrösse) auch verändert werden, wer würde mir zustimmen? Ich werde beim Oberbürgermeister in Köthen einen Termin vereinbaren, muss doch möglich sein, Baumschutz zu beantragen, meine Tannen hab en einen Baumumfang von inzwischen 72 cm.Unser Grund- und Boden des Vereins gehört der Stadt. Ist auch einer meiner Meinung?

17.02.2005 11:26 anja17 ist offline E-Mail an anja17 senden Beiträge von anja17 suchen Nehmen Sie anja17 in Ihre Freundesliste auf
Peter Mayer
unregistriert
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Hallo, lest auch mal unter "Waldbäume im Kleingarten" nach, was ich da geschrieben habe.
Und lest vor allem auch die Kleingärtnerfachpresse wie den Fachberater oder eben die Gartenzeitung. Beasucht auch mal die Internetseiten des Bundesvorstandes. Frankenstein hat im Prinzip Recht. Es gab in der DDR auch schon die Regelung, dass Waldbäume, nicht nur Koniferen, in Kleingärten im Prinzip nichts zu suchen hatten, wohl aber in gemeinschaftsflächen und damit auch als Nisthilfen erlaubt waren.
Bestandsschutz genießen sie keinesfalls. In Brandenburg hat man u.a. auch deshalb die Baumschutzverordung geändert, damit deren entfernung aus Kleingärten problemlos möglich ist. höchstens bis drei und nicht höher als 2,50 m sind Koniferen erlaubt, oder als niedrige Hecken, wenn es die kleingartenordnung zulässt.
Es sind nun mal keine Wochenendgrundstücke sondern kleingärten und dafür zahlen wir auch sehr günstige pachten pro m². Das übliche Drittelprinzip der Nutzung ist doch wohl eindeutig. Welche Gefahr hier droht, beweist ein Urteil hier aus dem lande Brandenburg. Da hat ein völlig ahnungsloser Richter festgestellt, dass kleingärtnerische Nutzung nur gegeben ist, wenn überwiegend einjährige Gemüsepflanzen angebaut werden.
Überwiegend heißt aber eindeutig mehr als 50% der Fläche und gemüsepflanzen heißt nicht Erdbeeren oder Obst überhaupt. Nur gut eine derartige meinung, die man nur als lebensfremd, wenn nicht noch krasser bezeichnen muss, diejenige eines einzelnen abgehobenen herrn geblieben ist.
Und Bestandschutz haben die in der DDR gebauten Lauben, soweit es sich nicht um Schwarzbauten oder Überschreitungen der Baugenehmigung handelt.
Aber auch hier gab es schon angriffe seitens der Bodeneigentümer und ich weiß aus dem fachberater, dass sogar der vom Landesverband Berlin der Kleingärtner bezahlte rechtsanwalt mit in diese kerbe gehauen hatte. Der Kommentator des Bundeskleingartengesetzes, ein herr Maynczyk, hatte noch 1997 inder 7.Auflage dazu sehr richtige Auffassungen vertreten(S.211 ff.)
Dann aber hatte er diesen Bestandsschutz in der Folgeauflage nicht mehr objektbezogen dargestellt, sondern an das pachtverhältnis binden wollen. Folge wäre, dass bei Ende des Pachtvertrages der Abgebende zurück zu bauen hätte, was über das Maß des Bundeskleingartengesetzes hinausgeht. Das ist z.B. bei den Fertigteillauben der DDR oft nur 1 m², weil wir ja 25 m²umbauten raum haben durften und die Bundesgärtner nur 24m².
Und das hatte eben dieser Berliner "Rechtsvertreter der Kleingärtner" mit tragen wollen! Man kann das im "Fachberater" nachlesen. Also bitte mehr Verständnis für das gesamtproblem und nicht für die private Tannennadel.
07.03.2005 15:25
Gast
unregistriert
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Ich bin kein Besitzer eines Waldbaumes,bin aber der Meinung,das ein Waldbaum,wie es der Name schon sagt,im Wald seiner Bestimmung entgegen wachsen soll.Kleingarten ist nun mal ein kleiner Garten und kein Waldgrundstück,denn sonst hätten ja Rehe und die so gefürchteten Karnickel auch ein Recht im Garten zu sein.Wer das Eine will,muß das Andere wollen.
08.03.2005 20:04
anja17
Keimling


Dabei seit: 03.02.2005
Beiträge: 6
Herkunft: köthen

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mein thema war, Waldbäume in Kleingartenanlagen. Ich habe viele Zuschriften erhalten unter anderem habe ich auch an das Umweltministerium geschrieben und u.a. folgende Antwort erhalten:Ich zitiere wörtlich aus dem Schluß des Schreibens:
Sollte weder der Eigentümer noch ein benachbarter Kleingärtner Anstoß an Ihren Tannen und Fichten genommen haben, sehe ich nur eine Möglichkeit die Bäume zu bewahren, indem Sie Ihrem Vorstand den Abschluss einer schriftlichen Vereinbarung anbieten. Mit dieser Vereinbarung verpflichten Sie sich, bei einem Pächterwechsel die Bäume auf eingene Kosten zu entfernen und bis dahin für alle Schäden, die die Bäume verursachen , aufzukommen.Eine telef. Rückfrage beim Landesvorstand der Gartenfreunde e.V. ergab, dass auch der Landesvorstand seinen Mitgliedssverbänden empfiehlt, das Entfernen der Waldbäume erst beim Pächterwechsel einzufordern.Ich empfehle Ihnen daher, sich diesbezüglich mit Ihrem Kreisvorstand in Verbindung zu setzen."

Ja, nun habe ich wieder <Hoffnung und ich hoffe, ich konnte manchem Gartenfreunden damit auch helfen.
21.03.2005 11:16 anja17 ist offline E-Mail an anja17 senden Beiträge von anja17 suchen Nehmen Sie anja17 in Ihre Freundesliste auf
Gast
unregistriert
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Anja, das gilt vielleicht für Sachsen-Anhalt, aber nicht unbedingt für alle Landesverbände!
22.03.2005 07:57
Peter Mayer
unregistriert
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Kein Amt oder staatliches Organ kann sich gegen die verbindlichen Regelungen aussprechen, es sei denn dort sitzt ein ahnungsloser Bürokrat, der nicht weiß, worum es eigentlich geht. Waldbäume haben aus Kleingärten zu verschwinden. Sie waren und sind nie in der DDR und der BRD und nun in gesamtdeutschland erlaubt. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb da immer noch gemeckert wird. Oder seid Ihr vorsätzlich keine Kleingärtner?
07.04.2005 20:53
Gast
unregistriert
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Wir sind Kleingärtner, die eine Fläche von 625 m² bewirtschaften, davon sind etwa etwa 50 m² Wiese mit einem Nadelbaum und einem Geräteschuppen. Ca. 575 m² sind Gemüse- und Obstanbaufläche, im Randbereich wachsen auch Blumen. Sind wir nun keine Kleingärtner mehr, weil wir einen Waldbaum im Garten haben?
08.04.2005 14:26
Peter Mayer
unregistriert
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Kleingärtner seid ihr schon noch, aber welcher Waldbaum auch immer in Euerem Kleingarten steht, er war und ist nie erlaubt. Tschüs
10.04.2005 19:25
Gast
unregistriert
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Hier wiehert mal wieder der Amtsschimmel. Gesetze sollten das Zusammenleben der Menschen regeln und sind dazu da, dass niemandem Schaden zugefügt wird. Wenn der Kleingartencharakter deutlich erkennbar ist, sollte sich niemand an einem Waldbaum (vielleicht auch zwei) stören. Würde die Entfernung des Baumes gefordert werden, nur um dem Gesetz zu dienen, wäre das für uns ein klassischer Schildbürgerstreich.
11.04.2005 11:58
Peter Mayer
unregistriert
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Sehr verehrter Herr Gast, mit dem Amtsschimmel hat das ganze wirklich nichts zu tun. Sie scheinen sich trotz aller Hinweise und Veröffentlichungen in der für Kleingärtner maßgeblichen Fachpresse einfach nicht mit den Tatsachen auseinander setzen zu wollen, denn das Thema ist uralt und hat bei Beibehaltung solcher egoistischen und kleingärtnerfeindlichen Auffassungen wie der Ihrigen schon zu fatalen Folgen nicht nur für den einzelnen Kleingärtner sondern für ganze Kleingartenanlagen geführt. Wohlgemerkt: Hier geht es nur um Kleingärten, die dem Bundeskleingartenrecht unterliegen!
12.04.2005 22:35
Gast
unregistriert
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Sehr geehrter Hr. Mayer, was spricht gegen Waldbäume im Garten, außer, daß es im "Gesetz" steht? Ich möchte eine sachliche Begründung lesen. 1 Baum oder auch 2 verhindern nicht die Nutzung einer Bodenfläche als Kleingarten. Ob das uralt ist oder nicht, interessiert mich in diesem Fall nicht, ich habe das Problenm erst seit vorgestern und bin noch auf der Suche nach Möglichkeiten, meine Bäume zu retten.

Detlef Wirth
H.HeineRing 22
18435 Stralsund
17.06.2005 14:12
Peter Mayer
unregistriert
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Sehr geehrter Herr Gartenfreund Wirth, es hilft nun mal alles nichts: Wenn Sie einen Kleingarten als Pächter in einer Kleingartenanlage nutzen, die dem Bundeskleingartenrecht unterliegt, dann müssen Waldbäume raus. Wenn Sie unter Einhaltung der Beschlüsse des Bundesverbandes der Kleingärtner und Ihres Regionalverbandes zur Gestaltung zwei bis höchstens drei Koniferen, wie Lebensbäume oder Wacholder in Ihrem Garten haben, dann dürfen die natürlich stehen bleiben aber nur bis 2,50 m hoch! Und da ich zufällig auch Ihre Gegend kenne, sage ich Ihnen noch, dass das Ganze dann nicht zutrifft, wenn Sie einen Garten in Drigge auf Rügen innehaben sollten, deren Vereinsvorsitzender Herr Friseurmeister Haar ist. Dieser Verein ist nämlich durch Kauf Eigentümer der gesamten Bodenfläche geworden, so dass alle früheren Pächter jetzt Gesamteigentümer sind und als solche ihre Parzelle nutzen. Dem Bundeskleingartenrecht unterliegt dieser Verein eindeutig nicht mehr! Er hat nach der Wende im übrigen Telefonleitungen und Gasanschluss in der Anlage verlegen lassen,und es gibt am Haupteingang sogar Postbriefkästen für Leute, die den Sommer über dort einwohnen. Also alles das widerspricht dem Bundeskleingartenrecht und damit hat dieser Verein das Recht verloren, sich hierauf zu berufen. Allerdings könnte der Kaufvertrag zwischen der gemeinde Drigge und dem Verein Bedingungen enthalten, die die Nutzung des Territoriums betreffen und beispielsweise Teilveräußerungen durch den Verein an Dritte zum Zwecke des Hausbaus verbieten.
19.06.2005 16:35
Gast
unregistriert
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Sehr geehrter Hr. Mayer,
daß das mit den Koniferen im Gesetz steht, hab ich ja schon mit bekommen. Aber irgendwie ist es nicht zeitgemäß. Ganze Wälder sterben ab. Dem Steuerzahler weden Unsummen an Geldern für den Erhalt und die Wiederaufforstung aus der Tasche gezogen. Aber da, wo es nichts kosten würde, nämlich in Kleingärten, da dürfen keine Bäume stehen. Das ist nicht zu verstehen. Ich glaube, daß die Leute, die diesen Passus im Gesetz beschloßen haben, mit ihren Wurzeln in der kleinen Stadt Schilda beheimatet sind. Anders ist dieser Passus für mich nicht zu erklären. Eine Begründung für dieses Gesetz ist nirgendwo erhältlich.
Noch was zum Garten, der ist nicht auf Rügen sondern auf der anderen Seite vom Sund in der Deviner Gegend. Es ist auch nicht meiner sondern der meiner Eltern. Nun haben die beiden schon ein würdiges Alter erreicht und schaffen nicht mehr alles alleine. Daher muß ich zwangsläufig zum Gartenfreund werden und mich mit der Problematik auseinander setzen.
Naja, ist vielleicht auch ein bischen naiv von mir, Umweltschutz mal ohne großen Kostenaufwand betreiben zu wollen.

MfG Wirth
20.06.2005 12:20
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